Lehrbuch der Weltsprache Volapük

 

Titel
Vorwort
Abschnitt I
Abschnitt II
Abschnitt III
Abschnitt IV
Abschnitt V
Abschnitt VI
Abschnitt VII
Abschnitt VIII
Abschnitt IX
Abschnitt X
Abschnitt XI
Abschnitt XII
Abschnitt XIII
Abschnitt XIV
Abschnitt XV
Abschnitt XVI
Abschnitt XVII
Abschnitt XVIII
Abschnitt XIX
Abschnitt XX
Abschnitt XXI
Abschnitt XXII
Abschnitt XXIII
Abschnitt XXIV
Abschnitt XXV
Schlußwort

 

Lüükots pro pübot vüresodik

  Lised gramatik
  Lised vödik
  Penet
  Fomäts votik

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XI.
Das Mittelwort – Konjunktiv – Bedingungsform

Das Mittelwort ist durch die Endung öl gekennzeichnet ; z. B. polöl = tragend – säköl = fragend – vipöl = wünschend – begöl = bittend. Die Zeiten werden wie sonst vorgesetzt ; z. B. ebegöl = gebittet habend – ovipöl = wünschen werdend. Auch das Passivum wird oft angewandt ; z. B. pureidöl = gelesen worden seiend. Adverbial angewandt, endet das Mittelwort wieder mit o (ölo).

Der Konjunktiv.

Der Konjunktiv wird im Volapük nur angewandt, um Möglichkeiten oder Zweifelsfälle zu bezeichnen. Man bildet diesen Möglichkeitszustand, indem man dem Tätigkeitsbegriff die unbetonte Silbe la (durch einen Strich getrennt) folgen läßt. – Sagoy, das reg okömom-la ini zif smalik at. (Man zweifelt daran) – Mögos, das okömom-la.

Die Bedingungsform. Konditionalis.

Die Bedingungsform bildet man durch Anhängen von öv an die tätige Person des Zeitwortes : reidoböv = ich wurde lesen – fredolöv = du würdest dich freuen – spikomöv = er würde sprechen.
Hierbei oft gebrauchte Worte sind : if = wenn – üf = falls, sofern, wenn – das = daß. – If kömoböv ini dom olik, givoböv ole buki nulik oba. – Yufoböv fleni, if laboböv fögi oba.

stom = Wetter – luim = Nässe – säg = Trockenheit – sig = Dürre – hit = Hitze – kold = Kälte – jol = Ufer, Strand – bot = das Boot – sail = Segel – gub = Ruder – rüd = Rohr, Röhre – luib = Rad (allgem.) – skrub = Schraube – bog = Kiste, Kasten – bok = Schachtel, Dose – düd = Tüte – gren = Getreide – vaen = Hafer – vuit = Weizen – hod = Gerste – pen = Feder, Schreibfeder – penön = schreiben – pök = Fehler – pöl = das Irren – def = der Mangel, das Fehlen – dob = das Falsche, Unrichtige – dof = das Dunkle, Dunkelsein – klil = das Helle, Hellsein – fib = Schwäche, Schwachsein – pül = Geringheit, Unbedeutendheit.

Aufgabe 21.

Man at binom pöfik. – Blinolöd obe bogi at. – Kiojönik stom binon! – Si! o söl!, ab binos vemo hitik. – Kikodo penol-li pükis so mödikis ? – Ag! binob te men pülik. – Mögos, das pölob-la. – Kitimo fat obik okömom-li ? – Kiplado (kitopo) ätuvol-li moni ? – Kvil äravon gokis fol. – Cil äjedon stoni ini gur. – Mens, kels tifons, binons badiks.